Es sind noch zehn Tage bis zu meiner Abreise. Ich kann das kaum fassen. In den nächsten Tagen wird mich der Gedanke „Abreise“ auch nur streifen. Das Probewochenende vom 15./16. wird auch noch einmal ein Erlebnis sein. Der Theatersaal ist nun mehr oder weniger für uns reserviert. Wir werden das aber besser nochmal am Montag sicherstellen. Die Beleuchtung muss noch organisiert werden, und wir brauchen eine neue Idee, um die Kulisse zu gestalten. Die Hellraumprojektoren scheinen wir nun definitiv nicht zu bekommen, mit denen wir Häuserskizzen auf das Leintuch projiziert hätten. Irgendwie versuchen wir diese anders anzudeuten.
In Rustawi werden momentan Masken gebastelt. Einige haben wir bereits letzten Mittwoch gemacht und am Donnerstag angemalt. Nana Koridse, die Direktorin, schlug vor, dass die Kinder noch mehr mit dem Gipsmaterial herstellen könnten, was sie an einer Ausstellung in Tbilisi am 14. Dezember zeigen bzw. verkaufen können. Die Einnahmen fallen der Tagesstätte zugute. Nana, die Zeichenlehrerin, stellt mit den Mädchen und auch einigen Jungs Schmuck her, der wirklich ganz hübsch ausschaut.
Den Kindern macht das Basteln mit Gips sichtbar Spass. Am Montag werde ich Nachmittags nach Rustawi fahren, um mit den Masken mitzuhelfen.
Letzten Donnerstag war ich mit einer Französin in Rustawi, die ich hier kennengelernt habe. Sie führt selber manchmal Theaterregie und fand ebenfalls, dass ein Theaterprojekt an einer Tagesstätte wie Rustawi als Langzeitprojekt eine gute Idee wäre.
Ich sehe nach drei Monaten ein, dass diese Zeit sehr kurz ist und man seine Erwartungen auch etwas im Zaum halten muss. Insgesamt habe ich einiges versucht, was mir an Ideen vorschwebte. In Rustawi mit den Kindern Theater zu machen scheint mir mittlerweile als durchaus möglich. Diese Kinder ständig nämlich als Ausnahme oder Abweichung der Norm zu betrachten, finde ich, ist totaler Schwachsinn. Wenn man immer von Problemhaufen ausgeht, bleiben es doch auch einfach Problemhaufen. Man traut ihnen nicht viel zu, stempelt sie als Opfer zerrütteter Familien und der Gesellschaft ab.
Mir kommt es manchmal vor, dass noch etwas zu wenig von den guten Seiten und den einzelnen Talenten der Kinder ausgegangen wird.
Warum, fragen wir uns, arbeiten die Lehrer nicht nach einem etwas geordneterem Programm? Warum veranstalten sie keine ein- oder zweistündigen Aktivitäten, und dies regelmässig? Wieso stehen die Leute so tatenlos rum? Warum reagieren die Lehrer nicht, wenn ein Mädchen einem kleinen Jungen mit der Faust ins Gesicht schlägt?
Ich behaupte die Kinder sind froh, wenn sie was zu tun kriegen und auch etwas Aktivität in den Nachmittag hineingebracht wird. Die Kinder haben total schöne Masken gemacht, und ihr Eifer verriet, dass sie ganz dabei waren. So verfliegen auch die Stunden.
Was allerdings so ein Theater fordert, ist auch nicht eben wenig. Womöglich müsste man jeden Tag, oder jeden zweiten, zwei Stunden mit den Kindern arbeiten.
Wer weiss, vielleicht wird das in Rustawi einmal möglich sein.
Die Direktorin kam mit zwei Lehrern nach Tbilisi das Stück von Goga Pipinaschwili und seinen Schülern „Hellados“ anschauen. Sie hat Gio, Gogas Manager, dabei kennengelernt. Ich bin mir nicht sicher, ob das Angebot Gios, die Kinder einmal zu einer Vorstellung einzuladen mit Diskussion im Voraus, für Nana zur Zeit relevant ist. Sie schien die Organisation und deren Arbeit jedenfalls sehr interessant zu finden.
In Rustawi werden momentan Masken gebastelt. Einige haben wir bereits letzten Mittwoch gemacht und am Donnerstag angemalt. Nana Koridse, die Direktorin, schlug vor, dass die Kinder noch mehr mit dem Gipsmaterial herstellen könnten, was sie an einer Ausstellung in Tbilisi am 14. Dezember zeigen bzw. verkaufen können. Die Einnahmen fallen der Tagesstätte zugute. Nana, die Zeichenlehrerin, stellt mit den Mädchen und auch einigen Jungs Schmuck her, der wirklich ganz hübsch ausschaut.
Den Kindern macht das Basteln mit Gips sichtbar Spass. Am Montag werde ich Nachmittags nach Rustawi fahren, um mit den Masken mitzuhelfen.
Letzten Donnerstag war ich mit einer Französin in Rustawi, die ich hier kennengelernt habe. Sie führt selber manchmal Theaterregie und fand ebenfalls, dass ein Theaterprojekt an einer Tagesstätte wie Rustawi als Langzeitprojekt eine gute Idee wäre.
Ich sehe nach drei Monaten ein, dass diese Zeit sehr kurz ist und man seine Erwartungen auch etwas im Zaum halten muss. Insgesamt habe ich einiges versucht, was mir an Ideen vorschwebte. In Rustawi mit den Kindern Theater zu machen scheint mir mittlerweile als durchaus möglich. Diese Kinder ständig nämlich als Ausnahme oder Abweichung der Norm zu betrachten, finde ich, ist totaler Schwachsinn. Wenn man immer von Problemhaufen ausgeht, bleiben es doch auch einfach Problemhaufen. Man traut ihnen nicht viel zu, stempelt sie als Opfer zerrütteter Familien und der Gesellschaft ab.
Mir kommt es manchmal vor, dass noch etwas zu wenig von den guten Seiten und den einzelnen Talenten der Kinder ausgegangen wird.
Warum, fragen wir uns, arbeiten die Lehrer nicht nach einem etwas geordneterem Programm? Warum veranstalten sie keine ein- oder zweistündigen Aktivitäten, und dies regelmässig? Wieso stehen die Leute so tatenlos rum? Warum reagieren die Lehrer nicht, wenn ein Mädchen einem kleinen Jungen mit der Faust ins Gesicht schlägt?
Ich behaupte die Kinder sind froh, wenn sie was zu tun kriegen und auch etwas Aktivität in den Nachmittag hineingebracht wird. Die Kinder haben total schöne Masken gemacht, und ihr Eifer verriet, dass sie ganz dabei waren. So verfliegen auch die Stunden.
Was allerdings so ein Theater fordert, ist auch nicht eben wenig. Womöglich müsste man jeden Tag, oder jeden zweiten, zwei Stunden mit den Kindern arbeiten.
Wer weiss, vielleicht wird das in Rustawi einmal möglich sein.
Die Direktorin kam mit zwei Lehrern nach Tbilisi das Stück von Goga Pipinaschwili und seinen Schülern „Hellados“ anschauen. Sie hat Gio, Gogas Manager, dabei kennengelernt. Ich bin mir nicht sicher, ob das Angebot Gios, die Kinder einmal zu einer Vorstellung einzuladen mit Diskussion im Voraus, für Nana zur Zeit relevant ist. Sie schien die Organisation und deren Arbeit jedenfalls sehr interessant zu finden.

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